„Viola da Gamba“

Bezeichnet der Name eines Instruments häufig die Art seiner Tonerzeugung, Form oder Bauweise, so beschreibt der Name „Viola da Gamba“ die Spielhaltung dieses darmbesaiteten Streichinstruments.
Die manchmal auch gebräuchliche Bezeichnung „Kniegeige“ trifft es nicht ganz, denn das Instrument wird beim Spielen auf den Waden (Gambe!) abgestützt.

Geschichtliche Entwicklung

Die Viola da Gamba, in ihrer Ursprungsform aus dem arabischen Kulturkreis stammend, eroberte ab dem 15. Jahrhundert zunächst Spanien und Italien, dann England, Frankreich und das gesamte Abendland.

In musikalischen Traktaten wird die Viola da Gamba bereits Ende des 15. Jahrhunderts als Instrument der Aristokratie hervorgehoben. Während die Violine eher für umherziehende Musiker tauge, die zum Tanz aufspielen, sei die Gambe ein Instrument für vornehme Leute. Eine Inventarliste Heinrichs VIII weist immerhin 54 Gamben und Lauten auf. Die berühmten Gambisten waren an Höfen angestellt. Nicht nur die Anschaffung der Instrumente war sehr teuer – ein „Chest of Viols“ kostete mehr als das jährliche Durchschnittseinkommen eines Handwerkers – auch der Unterhalt verschlang Unsummen, da die Darmsaiten aus verschiedenen Gegenden Europas importiert wurden.

Weiterführende Informationen zum Instrument finden sich bei Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Viola_da_gamba